kind

das kind

im walde spielt das kind die ankunft
mit den igeln. es bleibt im morgentau befangen,
nüchtern, stark, wenn in die lichtung sonne tritt,
verändert es den gang; das neue ziel heißt höhle.

im garten spielt das kind den ausweg,
stilles fliehen zu den hyazinthen. grasgewächs
berührt, den zaun verachtet, lehm und hütte,
glas, wer achtet auf die sträucher, pflückt im herbst das obst?

im wasser spielt das kind die nase,
das ohr, die augen, im haar verfängt sich salz und tang,
gefangen wird der wind von kalter nässe.
rufen unter wasser, wellen schlagen auf das land.


© by Gerd Hunger

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