
am see
so schwere worte fallen, und sie fallen doch leicht.
aus den tiefen des sees lächelt der gott aller algen.
wir finden, wie allmählich das grau der schmerzen weicht,
als fische ringe zeichnend sich um die schnaken balgen.
ich höre deine stimme, und ich rieche dein haar.
ein verspielter hund raubt einem hell weinenden kind den ball.
ich sehe hin: hinter vielen unserer nebel ist es klar,
und wo du gerade seist: ich liebe dich überall.
in der dämmerung deine augen, nahe dein mund:
hinter den wänden des waldes versteckt sich die stille,
der tag verliert seine ecken, kanten und wird rund
mit dir, deinem einfachen dasein, diese idylle.
auf dem weg ist es dunkel. der kuss, den wir wollen:
er kehrt wieder und wieder wie in finsternis sehen.
die stiche bei dir, bei mir die lippe geschwollen,
vergeht diese schwere trauer. doch du musstest gehen.
© by Gerd Hunger
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