
kärrner
es sammeln alle niederlagen, aber freuden auch
sich im gesicht und färben ein das haar.
wer trägt und schwer, trägt auch den schweren bauch
und frisst sich in die watte und gefahr.
„im dritten stock“ meint immer nah am schwindel,
zehn schritt vom ufer noch und schon ertrunken.
der rentner neben mir riecht sonderlich nach windel,
schon wieder ein jahrhundert und versunken.
ein kärrner bin ich nun, gerade fahrgast
und trug die uhren letztlich wie kalender:
wo ist der weg, der unter meine füße passt,
und wo für meinen hut der gardarobenständer?
© by Gerd Hunger
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