
gewandelte
erwache am morgen und gleich der erste schuss
in die schulter, andere sprenklig in den unterbauch.
die dürstenden kinder streunen unten am fluss,
reißen die verdorrten beeren vom holunderstrauch.
ich bin auf erden. dagegen finde ich kein mittel.
so nichts ist geblieben von den frühen tagen im baum,
nichts, das mich hält, und gehalten doch als büttel,
wo es eng, ohne atem ist, gepresst im leeren raum.
im dunkeln die spiele, die fassaden im licht,
auf suche nicht mehr, ahnungslos auf meiner fährte,
versäuernd die spur: trinker, träumer, taugenicht,
ein hirte, nicht mal abgetrieben von der herde.
enteile vorm abend dem fremden geschehen:
morgen, ja doch, die arbeit an den schleusen
bei den gewandelten zwischen tod und verstehen.
die kinder werkeln am flusse mit angeln und reusen.
© by Gerd Hunger
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