
mitteilung des friseurs
Martin Machatzke ist tot. auf den stufen
zu seinem haus vertrocknen die schnecken.
aus den Pyrenäen kommt, wie gerufen,
ein kleinlicher prophet, verbreitet schrecken.
nicht numeriert die sammlung seiner schwämme,
archiviert, was sich noch seltner zutrug:
die schiebernachlässe und zahnlose kämme,
entwurf einer historie vom betrug.
skelettiert seine katze im sekretär.
eine rate: der gänsekiel wäre sein.
bleibt sein letztes bild: der fußabdruck im tee
mit geschnürtem schuh und socken, seltsam klein.
in seinem nabel die petersilie,
ohne antwort seine bequemsten fragen.
so pflanzen wir die erhoffte lilie
auf sein grab. chewing gum. kein grund zum klagen.
© by Gerd Hunger
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