Waren

die neue uhr

ich kann jetzt grade nicht mehr sprechen.
zum sprechen gehört wohl eine zeit von morgen,
die ist an straßenecken nicht zu borgen.
euch ist noch stroh. das ist zu dreschen.

der tag ist tag um seinetwillen.
verbrich dich nicht an stunden, die unverdaut
vorübergehen. die ihr euch nicht zu nehmen traut.
beginnt von vorn. beginnt im stillen.

das wandern ist ein lied vom mond.
ich kenne wege, die sich offen zweigen
und anfang zwar, doch niemals ihre enden zeigen.
ich hab sie übersehen. hab sie verschont.

wie viele zeilen hat verschwinden?
in kalten küchen sind wir lang gesessen,
wenig trost aus schnell bereitem, kalten essen.
der baum fühlt kälte in den rinden.

in solchen augenblicken: eine neue uhr.
sie ist gefüllt mit grünem sand, dauernd stumm
und langweilt sich, dann kommt sie um ...
an der schweren klinke hängt die schnur.


© by Gerd Hunger

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