Kuss

die welt, schön schön

erlaube mal, mit siebenundfünfzig
frag ich nicht, willst du mit mir gehn,
und frag du nicht, ob wir uns treffen:
ich will dich ewig und immer sehn.

was denn sonst: sekundenschnell verleimt
haben sich deine wege und meine zeit.
ich frag auch noch, weißt du denn,
was hier passiert und - tuts dir leid?

du hast jetzt lang genug geschwiegen,
vernuschelt, was mir wichtig ist: ich und ich!
zu spät die träne (theatralisch!)
doch egoistisch bin ich nicht.

was könnte uns denn widerfahren?
du lebst an mir und ich lern fliegen;
von dort die welt, schön schön, und unten
seh ich dich am wasser liegen.


© by Gerd Hunger

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