1974

Pokal

   Wenn der Wehner nicht den Guillaume gehabt hätte, wäre Willy heute noch Bundeskanzler! Sozusagen ... äh. In Berlin wird der Richter Drenk-mann ermordet und Gerd Hunger ist nicht entblödet genug, sich zu fragen: Warum? Den kannte doch keiner! Viele staatstreue Bürger hätten gern Herstatt ermordet, den Iwan. Der hieß tatsächlich so und gab zu Vermu-tungen Anlass, es auf den Kapitalismus abgesehen zu haben, weil seine Bank mit Ach und Krach Pleite ging. Walter Scheel wird "hoch auf dem gelben Wagen" Bundespräsident; in seinem gelben (Dienst-)Wagen wird Gerd goar nix, nur müde. Hat er denn gar kein Privatleben mehr? Doch: Er kauft sich bei "clavis" in Neukölln einen Farbfernseher. Zur Ehre dieses Billighändlers muss gesagt werden, dass das Gerät erst Anfang 2008 seinen letzten Geist aufgab - nach vierundreißig Jahren lieferte er noch den Offenen Kanal und irgend so einen "Türken". Und dafür will die GEZ immer noch Geld haben ...
   Die DDR senkt sogar den Umtauschsatz, wahrscheinlich nicht, weil der1. FC Magdeburg Meister wurde und im Westen Bor ..., nein, doch wieder Bayern München.
   Helmut Schmidt, der Mann mit den Sekundärtugenden wird Bundeskanzler, die Watergate-Affäre zwingt Nixon zum Rücktritt und in Portugal - Gerds Herz droht auszurasten - findet die "Nelkenre-volution" statt. Ach so, die BRD wird nach der Schmach, in der Vorrunde ausgerechnet gegen die DDR ("Mein Gott, Sparwasser!"), unverdient Weltmeister.
   In Griechenland endet nach sieben Jahren die Miltärdiktatur, Wallraff ist nicht mehr angekettet und Karamanlis wird Ministerpräsident.

© by Gerd Hunger    Nächstes Jahr    Voriges Jahr    Zurück zur Startseite    [Letzte Änderung: 8. Februar 2010]