Ein halbes Schuljahr lang werden die Berliner Gymnasiasten gefoltert, weil die 11. und 12. Klassen zusammen auf eineinhalb Jahre gekürzt werden sollen. Vor lauter Schreck schreibt Gerd Hunger in den ersten beide Mathearbeiten nur Sechsen und zum völligen Unglauben seiner Lehrerin in der dritten eine - Eins! Abschreiben konnten sie ihm nicht nachweisen, und das hatte er auch nicht. Er hatte auf den Rat seines Vaters vor der Schule ein Glas Cognac getrun-ken - ein untaugliches Mittel, wie sich bei der vierten Arbeit herausstellte: Fünf! Die Berliner Schulverwaltung nimmt darauf die Kürzung wieder zu-rück. Gerd Hunger entschließt sich angesichts dieser beunruhigenden Zustände, "Politiker zu werden". Er wird - wieder mal - zum jüngsten SMV-Vor-sitzenden und damit zum Schulsprecher gewählt und ernennt seinen besten Freund zum Ordnungsreferenten. Überraschend wird Eintracht Braunschweig Fußballmeister und die Deutschen (West) können sich das in der Glotze sogar in Farbe ansehen; in der DDR wird's der FC Karl-Marx-Stadt in schwarz-weiß. © by Gerd Hunger
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[Letzte Änderung: 8. Februar 2010]
In der Bundesrepublik geht ein Gespenst um und das heißt Rezession. Das will sich Konrad Adenauer nicht länger ansehen und stirbt mit 91 Jah-ren in Rhöndorf bei Bonn. In Nahost kommt es zum "Sechs-Tage-Krieg", weltweit mit dem deutschen Wort "Blitzkrieg" benannt. Beim Besuch des persischen Schahs in West-Berlin wird der Student Benno Ohnesorg am 2. Juni von dem Polizisten Kurras erschossen; der Regierende Bürgermeister Heinrich Albertz tritt daraufhin zurück. In Südafrika gelingt dem Chirur-gen Christian Barnard die erste Herztransplantation, in Biafra bricht ein mörderischer Bürgerkrieg aus und in den USA greifen die Rassenun-ruhen auf Washington über.